Heute bin ich mit dem ersten Video zu meinen Oldies fertig geworden. Es läuft noch nicht ganz rund, aber der Anfang ist gemacht und bekanntlich schwer. Damit habe ich dann wohl eine neue Beschäf­tigung für die langen Winterabende. Diesmal war es “just for fun”. Auf das nächste Video werde ich mich dann umfangreich vor­be­rei­ten, denn es ging doch nicht so locker wie ich zuerst dachte.


Die Classic Computing 2016 in Nordhorn hat mir ein großes Stück weitergeholfen, so dass ich mit meinem Falcon noch Einiges vorhabe. Recht herzlichen Dank an Uli, Didi55 und Jens. Mit den Videos werde ich dann ab und an berichten.

Endlich ist es soweit. Mein ATARI Falcon030 ist daheim angekommen. Nach langer Suche konnte ich  den Falken am 10. Oktober 2015 in Köln abholen. Ohne Punkte zu kassieren bin ich über die Autobahn gedüst. Ich hatte es eilig ihn abzuholen.

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Der lange gesuchte ATARI Falcon 030 ist endlich da …

Der Falcon verfügt über einen, mit 16 MHz getakteten, Prozessor Motorola 68030. Zusätzlich besitzt er einen Steckplatz für die optionale FPU 68882 (mathematischer Coprozessor).

In Wahrheit jedoch ist dieser 16 Megaherz-Prozessor aber eine 32-MHz-Version des 68030. Motorola konnte die langsamere Version nicht liefern. Das führte dann dazu, dass viele Besitzer eines Falcon030 ihren Rechner schnell auf die doppelte Geschwindigkeit beschleunigen konnten.

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Der Falke ist in einem guten Zustand ..

Eine Besonderheit des ATARI Falcon030 ist ein mit 32 MHz betriebener digitaler Signal­pro­zes­sor Motorola 56001. Dieser DSP kann völlig unabhängig von seiner Motorola CPU 68030 programmiert werden. Dadurch ist der ATAARI Falcon030 bei der Audiobearbeitung sehr leistungsfähig.

Mein Falcon verfügt über 4 MB Arbeits­speicher. Mit einer anderen Speicherkarte kann der RAM aber auch auf 14 MB erweitert werden. Diese wurde als 14 MB-Modul eingesetzt (danke Lynxman, atari-home.de).

Als Bildschirmauflösungen bietet der ATARI Falcon

  • 320 × 200 Pixel bei 16 Farben
  • 640 × 200 bei 4 Farben
  • 640 × 400 Pixel bei 2 Farben
  • VGA 640 × 480 bei 16 oder 256 Farben
  • Hi-Color mit 65536 Farben

Hi-Color ist allerdings sehr  langsam und „interlaced“ – das bedeutet im Zeilensprungverfahren. Alle Modi sind per PAL-Videosignal auch auf einem Fernsehgerät darstellbar.

Der ATARI Falcon hat folgende Schnittstellen:

  • Parallel-Port Druckeranschluss
  • RS232-Port 9-Pin-DIN-Buchse z.B. zum Anschluss vom Modem
  • MIDI-Schnittstelle
  • Partridge-Port, zum Anschluss von ROM-Erweiterungskarten
  • SCSI-II mit DMA, für externe Festplatten, CD-Rom Laufwerke, Scanner …
  • Joystick-Ports
  • DSP-Port
  • interne IDE-Schnittstelle
  • CPU-Erweiterungsbus
  • Audio in/out
  • Video

Als ROM-Version verwendet mein Falcon TOS 4.02. Die einzige Zusatzhardware, die ich momentan besitze ist die Falcon Speed der Firma Sack GmbH, mit einem AMD 80286er Prozessor.

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Nicht viel, aber die grundsätzliche Dokumentation ist vorhanden.

Der Test ergab leider, dass die Batterie im Dallas-Chip leer ist. Da ich die winzigen Lötstellen des Chips nicht mehr so gut sehen kann, habe ich im ATARI-Home-Forum um Hilfe gebeten und sie auch bekommen. Tuxi übernimmt für mich das Auslöten des Chips und das Einlöten eines Sockels. Dann kann ich in Zukunft den Chip selbst wechseln.

In der Zwischenzeit habe ich, mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern (Jens, Uli, Didi55), das passende Material gefunden um dem Falcon eine erste Aufrüstung zu verpassen. Schritt Nummer eins besteht im Einbau einer 4 GB CF-Karte als Laufwerk. Sollte ich die noch fehlende Festplattenhalterung bekommen, kann es auch eine HDD oder SSD werden.

CF Sandisk mit Kabel

Hier die CF-Karte mit dem entsprechenden Kabel (von Kabelspezialist.de)

In der nächsten Zeit wird dann auch der Mathematische Co-Prozessor eintreffen. Dann kann ich den vorhandenen Steckplatz damit ausrüsten. Ich werde das Ganze hier weiter dokumentieren.
Jetzt habe ich angefangen Software für den Falken zu sammeln. Diese soll nicht auf Festplatten oder CF-Karten liegen sondern wie zur damaligen Zeit, auf Disketten.

Diskettensatz Falcon

Langsam bekomme ich einen Satz Disketten für meinen ATARI Falcon 030 zusammen.

2015-11-15

Mittlerweile hat sich Einiges getan. Der Falcon funktioniert wunderbar. Im ersten Schritt bekam er einen neuen, gesockelten Dallas-Chip den Tuxi wie oben beschrieben eingebaut hat. Dann traf auch der Coprozessor (Motorola 68882) in der 40MHz-Version ein. Diesen habe ich nun eingebaut.

Der Arbeitsspeicher wurde gewechselt. Der 4MB-Modul kam raus. Dafür wurde ein 14MB-Modul verbaut. Dieser Modul stammt von Lynxman (ATARI-Home-Forum) und hat die Chips direkt auf der Platine und nicht wie sonst üblich ein gestecken Speichermodul. Gleichzeitig wurde der TOS-Chip auf 4.04 aktualisiert.

Falcon_0

Das Innenleben des Falcon. 01 Co-Prozessor, 02 14MB-Modul von Lynxman, 03 Dallas-Chip

Hier ist die andere Seite der unter 02 gekennzeichneten Speicherkarte zu sehen. Diese Karte verfügt, auf Grund ihrer kompakten Bauweise über sehr kurze Signal-Wege und der Übergangswiderstand vom Speichermodul zum Steckplatz entfällt auch.

Speicher 2

Der 14MB-Speichermodul von Lynxmann.

Ein Großteil der Installation ist erledigt. Das System ist installiert. Ich habe mich für eine ansprechende Desktopoberfläche entschieden. Und nun ist der Falke auch im Netzwerk unterwegs. Das geschieht mit der in meinem Blog beschriebenen NetUSBee.

falcon_ftp

Hier wird mit dem Falken das Spiel “Racer 2” per FTP-Download geladen.