ATARI begann 1987 mit der Produktion von PC’s. Der PC3 besitzt ein PC-Desktop-Gehäuse, das aber keinem Standard folgt. So waren z.B. die Anschlüsse für die Maus und die Tastatur auf der rechten Gehäuseseite integriert. Die ersten PC3-Modelle haben einen dunkelgrauen Sockel, während der Sockel der letzten Geräte hellgrau ist.

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Der ATARI PC3, leider fehlt mir noch die Originaltastatur.

In Inneren des ATARI PC3 verrichtete ein Intel 8088-2 seine Arbeit, also ein Prozessor, der sowohl intern als auch extern mit einer Busbreite von 8 Bit ausgestattet ist. Getaktet wird er  mit 8 MHz. Die Größe des Arbeitsspeicher beträgt 640 Kilobyte. Eine Aufrüstung ist nicht möglich.

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Hier sind die Anschlüsse für Tastatur und Maus gut zu sehen.

Mein PC3 verfügt über ein Diskettenlaufwerk und eine Festplatte. Das Diskettenlaufwerk ist ein 5,25-Zoll-Laufwerk für 360Kb-Disketten. Die Festplatte in meinem Rechner stammt von Seagate. Es ist eine 5,25-Zoll RLL-Festplatte, mit einer Kapazität von 30 Megabyte. Im Inneren des Rechners findet man zudem fünf 8-Bit-ISA-Steckplätze.

Als Bildschirm verwende ich einen bernsteinfarbenen Monitor ATARI PCM124. Der PC3 stellt wahlweise die Grafikmodi MDA / Hercules (720 x 348), EGA (640 x 350) oder CGA (640 x 200) zur Verfügung. Die Einstellung erfolgt über  die DIP-Schalter auf der Gehäuserückseite.

Als ich diesen ATARI PC3 2014 übernahm bekam ich, zu meinem Glück, auch einen Großteil der Dokumentation dazu. Diese ist heutzutage nicht mehr so häufig zu finden.

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Ein Teil der Originaldokumentation, die Microsoft-Handbücher.

Von allen Atari-Desktop-PC’s war der ATARI PC3 der meistverkaufte Rechner. Als Grund kann man die damals verbaute Festplatte vermuten. Die nachfolgenden Modelle PC4, PC5 waren dann gegenüber den Rechnern der Konkurrenz zu leistungsschwach, so dass sie zu Ladenhütern wurden. Zu groß war die Konkurrenz der 386er und der aufkommenden 486 PC’s. Gleichzeitig begann Windows den Markt zu dominieren.