Heute bin ich mit dem ersten Video zu meinen Oldies fertig geworden. Es läuft noch nicht ganz rund, aber der Anfang ist gemacht und bekanntlich schwer. Damit habe ich dann wohl eine neue Beschäf­tigung für die langen Winterabende. Diesmal war es “just for fun”. Auf das nächste Video werde ich mich dann umfangreich vor­be­rei­ten, denn es ging doch nicht so locker wie ich zuerst dachte.


Die Classic Computing 2016 in Nordhorn hat mir ein großes Stück weitergeholfen, so dass ich mit meinem Falcon noch Einiges vorhabe. Recht herzlichen Dank an Uli, Didi55 und Jens. Mit den Videos werde ich dann ab und an berichten.

vereinslogo_grossClassic Computing 2016

Am 17. und 18. September 2016 findet die nächste Classic Computing 2016 in Nordhorn statt. Wenn wir die alten Rechner sehen, dann ist sie wieder in unserer Erinnerung, die Zeit in der damals Alles begann. Egal ob Commodore, Atari oder Schneider bei uns sind sie unter einem Dach vereint. Was damals fast unvorstellbar war funktioniert heute wunderbar.

Ein Verein für alle Systeme?

Ein Verein für alle Systeme, egal ob Atari, Commodore, Schneider, IBM oder Acorn, uns verbindet ein gemeinsames Interesse. Der Erhalt der alten Rechner ist unser Ziel, oder eben der klassischen Computer. Hier gibt es Computer zum Anfassen.

Zur Vereinsseite geht es hier

classic-computing.org

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Endlich ist es soweit. Mein ATARI Falcon030 ist daheim angekommen. Nach langer Suche konnte ich  den Falken am 10. Oktober 2015 in Köln abholen. Ohne Punkte zu kassieren bin ich über die Autobahn gedüst. Ich hatte es eilig ihn abzuholen.

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Der lange gesuchte ATARI Falcon 030 ist endlich da …

Der Falcon verfügt über einen, mit 16 MHz getakteten, Prozessor Motorola 68030. Zusätzlich besitzt er einen Steckplatz für die optionale FPU 68882 (mathematischer Coprozessor).

In Wahrheit jedoch ist dieser 16 Megaherz-Prozessor aber eine 32-MHz-Version des 68030. Motorola konnte die langsamere Version nicht liefern. Das führte dann dazu, dass viele Besitzer eines Falcon030 ihren Rechner schnell auf die doppelte Geschwindigkeit beschleunigen konnten.

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Der Falke ist in einem guten Zustand ..

Eine Besonderheit des ATARI Falcon030 ist ein mit 32 MHz betriebener digitaler Signal­pro­zes­sor Motorola 56001. Dieser DSP kann völlig unabhängig von seiner Motorola CPU 68030 programmiert werden. Dadurch ist der ATAARI Falcon030 bei der Audiobearbeitung sehr leistungsfähig.

Mein Falcon verfügt über 4 MB Arbeits­speicher. Mit einer anderen Speicherkarte kann der RAM aber auch auf 14 MB erweitert werden. Diese wurde als 14 MB-Modul eingesetzt (danke Lynxman, atari-home.de).

Als Bildschirmauflösungen bietet der ATARI Falcon

  • 320 × 200 Pixel bei 16 Farben
  • 640 × 200 bei 4 Farben
  • 640 × 400 Pixel bei 2 Farben
  • VGA 640 × 480 bei 16 oder 256 Farben
  • Hi-Color mit 65536 Farben

Hi-Color ist allerdings sehr  langsam und „interlaced“ – das bedeutet im Zeilensprungverfahren. Alle Modi sind per PAL-Videosignal auch auf einem Fernsehgerät darstellbar.

Der ATARI Falcon hat folgende Schnittstellen:

  • Parallel-Port Druckeranschluss
  • RS232-Port 9-Pin-DIN-Buchse z.B. zum Anschluss vom Modem
  • MIDI-Schnittstelle
  • Partridge-Port, zum Anschluss von ROM-Erweiterungskarten
  • SCSI-II mit DMA, für externe Festplatten, CD-Rom Laufwerke, Scanner …
  • Joystick-Ports
  • DSP-Port
  • interne IDE-Schnittstelle
  • CPU-Erweiterungsbus
  • Audio in/out
  • Video

Als ROM-Version verwendet mein Falcon TOS 4.02. Die einzige Zusatzhardware, die ich momentan besitze ist die Falcon Speed der Firma Sack GmbH, mit einem AMD 80286er Prozessor.

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Nicht viel, aber die grundsätzliche Dokumentation ist vorhanden.

Der Test ergab leider, dass die Batterie im Dallas-Chip leer ist. Da ich die winzigen Lötstellen des Chips nicht mehr so gut sehen kann, habe ich im ATARI-Home-Forum um Hilfe gebeten und sie auch bekommen. Tuxi übernimmt für mich das Auslöten des Chips und das Einlöten eines Sockels. Dann kann ich in Zukunft den Chip selbst wechseln.

In der Zwischenzeit habe ich, mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern (Jens, Uli, Didi55), das passende Material gefunden um dem Falcon eine erste Aufrüstung zu verpassen. Schritt Nummer eins besteht im Einbau einer 4 GB CF-Karte als Laufwerk. Sollte ich die noch fehlende Festplattenhalterung bekommen, kann es auch eine HDD oder SSD werden.

CF Sandisk mit Kabel

Hier die CF-Karte mit dem entsprechenden Kabel (von Kabelspezialist.de)

In der nächsten Zeit wird dann auch der Mathematische Co-Prozessor eintreffen. Dann kann ich den vorhandenen Steckplatz damit ausrüsten. Ich werde das Ganze hier weiter dokumentieren.
Jetzt habe ich angefangen Software für den Falken zu sammeln. Diese soll nicht auf Festplatten oder CF-Karten liegen sondern wie zur damaligen Zeit, auf Disketten.

Diskettensatz Falcon

Langsam bekomme ich einen Satz Disketten für meinen ATARI Falcon 030 zusammen.

2015-11-15

Mittlerweile hat sich Einiges getan. Der Falcon funktioniert wunderbar. Im ersten Schritt bekam er einen neuen, gesockelten Dallas-Chip den Tuxi wie oben beschrieben eingebaut hat. Dann traf auch der Coprozessor (Motorola 68882) in der 40MHz-Version ein. Diesen habe ich nun eingebaut.

Der Arbeitsspeicher wurde gewechselt. Der 4MB-Modul kam raus. Dafür wurde ein 14MB-Modul verbaut. Dieser Modul stammt von Lynxman (ATARI-Home-Forum) und hat die Chips direkt auf der Platine und nicht wie sonst üblich ein gestecken Speichermodul. Gleichzeitig wurde der TOS-Chip auf 4.04 aktualisiert.

Falcon_0

Das Innenleben des Falcon. 01 Co-Prozessor, 02 14MB-Modul von Lynxman, 03 Dallas-Chip

Hier ist die andere Seite der unter 02 gekennzeichneten Speicherkarte zu sehen. Diese Karte verfügt, auf Grund ihrer kompakten Bauweise über sehr kurze Signal-Wege und der Übergangswiderstand vom Speichermodul zum Steckplatz entfällt auch.

Speicher 2

Der 14MB-Speichermodul von Lynxmann.

Ein Großteil der Installation ist erledigt. Das System ist installiert. Ich habe mich für eine ansprechende Desktopoberfläche entschieden. Und nun ist der Falke auch im Netzwerk unterwegs. Das geschieht mit der in meinem Blog beschriebenen NetUSBee.

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Hier wird mit dem Falken das Spiel “Racer 2” per FTP-Download geladen.

Der ATARI 520ST+ ist ein weiteres Mitglied der ST-Familie aus dem Unternehmen ATARI. Er eignete sich unter anderem für professionelle Büroanwendungen. Die Abkürzung „ST“ steht dabei für Sixteen/Thirty-Two (16/32), da der verwendete Prozessor, ein Motorola 68000, einen 16 Bit breiten Datenbus hat und intern aber mit 32 Bit arbeitet.

Die ST-Serie war eine preiswerte Alternative zu den wesentlich teureren Apple-Macintosh und IBM Rechnern. Diesen Mitbewerbern waren die ST-Rechner durchaus in Sachen Multimedia, Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit überlegen.

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Er funktioniert heutzutage immer noch – mein ATARI 520ST+

Wodurch unterscheidet sich dieser Rechner von seinen kleineren Brüdern, dem ATARI 260ST und dem ATARI 520ST? Es ist der vergrößerte Arbeitsspeicher. Dieser wurde, weil es keine Steckplätze auf der Platine gab, von Hand huckepack auf die Speicherschaltkreise der regulären Bestückung gelötet und damit auf 1 Megabyte erhöht. Einzelne Pins dieser zusätzlichen Schaltkreise wurden nach oben gebogen und frei verdrahtet.

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Hier seht ihr die Hauptplatine meines 520ST+ und unten ist die Verdrahtung des zusätzlichen RAM zu erkennen.

Es handelt sich um ein recht frühes Exemplar, das noch mit einem sogenannten Disketten-TOS gestartet werden musste. Inzwischen habe ich aber die Chips eingelagert und dem Rechner das “Rainbow TOS” eingesetzt. Jetzt sind alle sechs Sockel auf der linken Seite bestückt.

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Ich habe umgeräumt, jetzt steht der 520er+ auf dem Platz der sonst seinem größeren Bruder, dem 1040er STE vorbehalten ist.

Hier ist ein System mit der Festplatte ATARI MEGAFILE 30, einem Diskettenlaufwerk ATARI SF314 und dem ATARI-Monitor SM124 zu sehen. Dieser weit verbreitete monochrome Monitor SM124 hatte eine Auflösung von 640×400 Bildpunkten bei 70 Hz Bildwiederholfrequenz. Dies waren für die damalige Zeit hervorragende Werte, den die Mitbewerber konnten nur Monitore mit 60 Hz vorweisen.

Der Atari 520ST+ besaß, wie die anderen ST-Modelle, aber auch die Möglichkeit einen geringer auflösender Farbbildschirm anzuschließen. Die Farbauflösung betrug 320×200 Bildpunkte bei 16 Farben und 640×200 Bildpunkte bei vier Farben, jeweils aus einer Palette von 512 Farben. Einzige Ausnahme waren die STE-Modelle mit 4096 möglichen Farben.

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Hier ist noch eine weitere Ansicht des Rechners, fotografiert mit Blende 2,0 und deshalb geringer Tiefenschärfe.

 

Der ATARI 1040 STE war der letzte Rechner dieser Marke, bevor ich dann auf PC’s umgestiegen bin. Aber ich gebe es zu, nach so vielen Jahren, die Faszination ATARI ist immer noch sehr groß. Also ist er in mein Büro zurückgekehrt, nicht mehr als Arbeitstier, sondern zum Zeitvertreib.

Ein kurzer Abriss zum 1040er STE

Der ATARI 130 ST war der erste ATARI ST und kann deshalb als Urvater dieser Computer-Serie bezeichnet werden. Er wurde zum Jahresanfang 1985, gemeinsam mit dem ATARI 520 ST vorgestellt. Auf Grund seines sehr kleinen Arbeitsspeichers gelangte er nie in den Verkauf. Somit  Der 520 ST war der erste auf den Markt gebrachte Atari-16-Bit-Computer.

Bei der ersten 520 ST-Generation muss das Betriebssystem TOS noch über Diskette nachgeladen werden. In Deutschland wurden diese Computer als ATARI 260 ST verkauft. Ich besitze noch einen ATARI 260 ST und einen ATARI 520 ST mit Boot-ROM, Dazu schreibe ich in einem späteren Beitrag etwas. Der ATARI 1040 war der letzte Computer aus dieser Reihe.

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Mein ATARI 1040 STE – für sein Alter hat er sich gut gehalten.

Ab November des Jahres packte man das Betriebssystem in ROM-Bausteine und integrierte es damit fest in die STs. Aufgrund seiner standardmäßig eingebauten MIDI-Schnittstelle fand der Atari ST sehr schnell den Weg in die Tonstudios. Von der Fachpresse wurde der Computer seinerzeit hoch gelobt und innerhalb von drei Jahren verkaufte sich der ST rund eine halbe Million mal, davon mehr als ein Drittel in Westdeutschland. Soweit zur Geschichte dieser Rechner.

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Nun einmal von der anderen Seite

Alt und jung gemeinsam

Momentan steht er neben einem weitläufigen Verwandten. Denn der Spitzname war „JackIntosh“ weil der 520er deutlich billiger war als ein Apple Macintosh und über fast dieselben Bedienelemente verfügte. Damit ist er dann neben dem aktuellen Mac Pro gut aufgehoben. Deswegen musste der KC85/4 wieder, für die nächsten Monate, seine Stapelbox im Keller beziehen.

Der 1040er STE neben den aktuellen Maschinen.

So schaut es aktuell aus. Der Oldie hat Anschluss an die moderne Welt gefunden

Der Mac Pro und der ATARI 1040 STE.

Ohne Worte …

Selbstverständlich ist auch für den Oldie die Zeit nicht stehen geblieben. Seinen Arbeitsspeicher habe ich auf 4 Megabyte aufgerüstet. Dank der NetUSBee von Lotharek kann er mit den Urenkeln kommunizieren. Er ist netzwerkfähig und selbst FTP-Server im Internet sind erreichbar. Dateidownloads laufen sogar zügig. Aber die Dateien für den Oldie sind ja auch nicht zu groß.

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Hier ist der 1040er über das Netzwerk mit dem FTP-Programm “Litchi” mit einem meiner Server verbunden.

Zur Dateiablage dient die ULTRASATAN, die ebenfalls von Lotharek stammt. Mit ihren zwei 8 GB SD-Karten bietet sie genug Platz. Damit ich die Karten besser auslasten kann, habe ich mir den HDDRIVER von Uwe Seimet gekauft und installiert. Die meiste Zeit dient der ATARI SM124 als Monitor, da das Bild “hochauflösend” ist. Aber ich habe auch einen Farb-Monitor von HIGHSCREEN, wenn ich es bunt will. Schließlich haben die alten Spiele auch ihren Charme. Dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt.