Mein KC85/4 – Der Rechner aus Mühlhausen

Kleincomputer KC85/4  vom VEB Mikroelektronik Mühlhausen

Dieser Computer war eine Weiterentwicklung des KC85/3. Er kam 1988, zu einem Preis von 4600 DDR-Mark, in den Handel. Gegenüber seinem Vorgänger, dem KC85/3, wurde der verfügbare Anwenderspeicher, von 32 KByte auf 64 KByte dynamischen RAM, erweitert.

Seine Leistungsfähigkeit wurde, durch eine Erhöhung der Taktfrequenz und Änderungen in den Betriebssystem-Routinen, stark verbessert.

Leider war der KC85, egal welcher Baureihe, aber so gut wie gar nicht in den Geschäften der DDR verfügbar, denn er wurde fast ausschließlich so genannten gesellschaftlichen Bedarfsträgern zur Verfügung gestellt.

Die Eckdaten des KC85/4:

  • Prozessor mit 1,77 MHz Taktfrequenz
  • Prozessor U880 mit 1,77 MHz Taktfrequenz
  • 64 KByte “physisch vorhandener” RAM (durch ein spezielles Speicher-Management standen aber “virtuelle” 128 KByte RAM zur Verfügung), davon:
  • 64 KByte, für den Anwender nutzbarer, dynamischer RAM64 KByte dynamischer Bildwiederholspeicher (IRM)
  • 20 KByte ROM für das Betriebssystem CAOS 4.2 (CAOS = Cassette Aided Operating System)
  • Vollgrafik mit 320×256 Punkten, mit 16 Vordergrundfarben und 8 Hintergrundfarben
  • Farbauflösung 1×8 Pixel (d. h., einem Block von 1×8 Pixeln ist je 1 Farbbyte zugeordnet
  • spezieller, hochauflösender Farbmodus mit jeweils 1, aus 4 möglichen Farben, pro Pixel (Schwarz, Weiß, Rot und Türkis)
  • zwei voneinander unabhängig beschreib- und anzeigbare Bildebenen
  • zwei eingebaute Tongeneratoren mit einem Tonumfang von 5 Oktaven
  • der Fernsehanschluss war auf Kanal 36 gelegt worden

KC_Bild_01

Bei mir ist der Rechner mit dem Scart-Eingang des Monitors verbunden. Das dazu Kabel hat mir Ulrich Zander freundlicherweise angefertigt. Damit erreicht der KC85 eine gute Bilddarstellung.

KC_Bild_04

Der Monitor ist ein HIGHSCREEN vom Typ KP548/00E. Er ist baugleich zum Commodore 1084-P. Die Bildschirmauflösung beträgt 600 x 285 Bildpunkte. Als Anschlussmöglichkeiten für Rechner und Konsolen sind im Videobereich TTL-, Scart- und RGB-Eingänge vorhanden.

Im Audiobereich sind als Stereoeingänge eine 3,5 mm Klinkensteckerbuchse und eine Chinch-Eingang vorhanden. Weiterhin verfügt der Monitor über zwei kleine Lautsprecher. Für Spiele der damaligen Zeit sind sie völlig ausreichend.

Mit den zur Verfügung stehenden  Reglern lässt sich das Bild sehr gut einstellen. Zusätzlich verfügt der Monitor über einen Umschalter für die Modi “Farbmonitor” und “Grünfarbener Monitor” (siehe die beiden nachfolgenden Fotos).

Mein System 2

Mein System


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