Mein ATARI 520ST+, der Kleine mit dem großen Speicher

Der ATARI 520ST+ ist ein weiteres Mitglied der ST-Familie aus dem Unternehmen ATARI. Er eignete sich unter anderem für professionelle Büroanwendungen. Die Abkürzung „ST“ steht dabei für Sixteen/Thirty-Two (16/32), da der verwendete Prozessor, ein Motorola 68000, einen 16 Bit breiten Datenbus hat und intern aber mit 32 Bit arbeitet.

Die ST-Serie war eine preiswerte Alternative zu den wesentlich teureren Apple-Macintosh und IBM Rechnern. Diesen Mitbewerbern waren die ST-Rechner durchaus in Sachen Multimedia, Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit überlegen.

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Er funktioniert heutzutage immer noch – mein ATARI 520ST+

Wodurch unterscheidet sich dieser Rechner von seinen kleineren Brüdern, dem ATARI 260ST und dem ATARI 520ST? Es ist der vergrößerte Arbeitsspeicher. Dieser wurde, weil es keine Steckplätze auf der Platine gab, von Hand huckepack auf die Speicherschaltkreise der regulären Bestückung gelötet und damit auf 1 Megabyte erhöht. Einzelne Pins dieser zusätzlichen Schaltkreise wurden nach oben gebogen und frei verdrahtet.

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Hier seht ihr die Hauptplatine meines 520ST+ und unten ist die Verdrahtung des zusätzlichen RAM zu erkennen.

Es handelt sich um ein recht frühes Exemplar, das noch mit einem sogenannten Disketten-TOS gestartet werden musste. Inzwischen habe ich aber die Chips eingelagert und dem Rechner das “Rainbow TOS” eingesetzt. Jetzt sind alle sechs Sockel auf der linken Seite bestückt.

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Ich habe umgeräumt, jetzt steht der 520er+ auf dem Platz der sonst seinem größeren Bruder, dem 1040er STE vorbehalten ist.

Hier ist ein System mit der Festplatte ATARI MEGAFILE 30, einem Diskettenlaufwerk ATARI SF314 und dem ATARI-Monitor SM124 zu sehen. Dieser weit verbreitete monochrome Monitor SM124 hatte eine Auflösung von 640×400 Bildpunkten bei 70 Hz Bildwiederholfrequenz. Dies waren für die damalige Zeit hervorragende Werte, den die Mitbewerber konnten nur Monitore mit 60 Hz vorweisen.

Der Atari 520ST+ besaß, wie die anderen ST-Modelle, aber auch die Möglichkeit einen geringer auflösender Farbbildschirm anzuschließen. Die Farbauflösung betrug 320×200 Bildpunkte bei 16 Farben und 640×200 Bildpunkte bei vier Farben, jeweils aus einer Palette von 512 Farben. Einzige Ausnahme waren die STE-Modelle mit 4096 möglichen Farben.

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Hier ist noch eine weitere Ansicht des Rechners, fotografiert mit Blende 2,0 und deshalb geringer Tiefenschärfe.

 


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